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Reisen als Welt- und Selbsterleben

Stadtgrenze KaliningradNach der Reise ist vor der Reise
Sie war ein voller Erfolg, die Radreise durch Baltikum und den Süden Skandinaviens. Besonders der erste Abschnitt überraschte positiv: Freundliche Menschen, schöne Landschaften und interessante Städte machten das Baltikum samt der russischen Exklave Kaliningrad zu einem für mich idealen Radreisegebiet. Und nicht zu vergessen die günstigen Preise, die die in weiten Teilen überteuerten skandinavischen Länder eindeutig auf die hinteren Attraktivitätsränge verwiesen. Höheres Lohnniveau hin oder her, aber wer will schon zwei Euro für eine Flasche Wasser oder 20 Euro für einen läppischen Campingplatz bezahlen?

Auch so manches Vorurteil musste in die Tonne wandern. So ist etwa Kaliningrad bei Weitem keine heruntergekommene Sowjet-Stadt, die am abgedrehten Moskauer Geldhahn dem Zerfall entgegen schlittert, sondern eine recht moderne russische Metropole. Russisch eben, was Städtebau und Architektur anbelangt, aber keineswegs nennenswert heruntergekommen. Und Plattenbauten stehen auch in Berlin, Rostock oder (besonders) in den ausgedehnten Vorstädten Stockholms herum.

Tallinn begeisterte durch eine einmalige Atmosphäre, was Riga trotz aller Mühen nicht so ganz gelingen wollte. Trotzdem konnten den beiden Metropolen die finnischen Großstädte Helsinki und Turku nicht das Wasser reichen. Auch Schweden wirkte ein wenig abgehalftert mit seinen recht KFZ-affininen Mittelstädten, durch deren Zentren man gerne dicke Autobahnen führt (Jönköping, Borås). Und dass man in Stockholm selbst auf Kundentoiletten zur Kasse gebeten wird, trägt auch nicht gerade zum guten Image bei.

Wie dem auch sei, nach der Reise ist vor der Reise. Und die nächste größere Radreise wird sehr sicher in den Osten Europas führen, wo jede Menge Interessantes auf seine Entdeckung wartet. So gibt es wieder einiges zu planen, während sich die aktuelle Fahrradsaison mit dem nahenden Herbst ihrem Ende entgegen neigt. Aber halt: Radreise hat eigentlich keine Saison, denn die Welt lässt sich rund ums Jahr erradeln, auch ihr norddeutscher Teil. Und so werde ich auch in den kommenden Monaten regelmäßig kleinere Touren durch die Lande unternehmen.

Der Bericht zur Radreise wird ab Ende August hier zu lesen sein. Anschließend widme ich mich dann endgültig meinem lange angekündigten politischen Webmagazin, das sich mit dem Themenkomplex Demokratie, Kapitalismus und Totalitarismus befassen wird.

Viel Spaß beim Lesen wüscht

Frank Spatzier, Mitte / Ende August 2010

  • Danzig, Gdynia, Sopot und polnische Befindlichkeiten

    [Mai 2010] Die Städte Gdańsk, Gdynia und Sopot könnten unterschiedlicher kaum sein. Die eine glänzt mit einer aufwändig rekonstruierten Altstadt, die andere versprüht den spröden Charme einer Hafenstadt mit sozialistischer Architektur, und die letzte macht sich prima als mondänes Seebad. Zusammen bilden sie die Trójmiasto, die Dreistadt, eine wichtige Metropolregion in der südöstlichen Ostsee.

    Der Besuch fand statt, als Polen eine nationale Tragödie verarbeiten musste: den Flugzeugabsturz von Smolensk. Auch ein Grund, ein wenig kritisches Licht auf das reaktionäre Dunkel der nationalkonservativen Politik der Kaczyński-Partei "Recht und Gerechtigkeit" scheinen zu lassen.

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    06.07.10
  • Neue Tagestouren rund um Lübeck

    [Mai / Juni 2010] Endlich legt der Sommer so richtig los. Das Thermometer klettert in ungeahnte Höhen und dunkel wird es erst kurz vor Mitternacht. Wer baucht da schon eine lästige Fußball-WM, wenn sich mit dem Rad die Gegend erobern lässt?

    Eine Tour führte zu fortgeschrittener Stunde rund um Pötenitzer Wiek und Dassower See, eine andere ins mecklenburgische Örtchen Törpt. Darüber hinaus betrachten wir den Drägerweg zwischen Lübeck und dem Ratzeburger See. Und da uns der Sommer sicher nicht so schnell verlassen wird, werden noch weitere Tourenberichte folgen.

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  • Kleiner Fotobericht aus Nordwest-Jytland: Wanderung von Vrist nach Thyborøn und zurück

    [April 2010] Der Limfjord durchzieht die Jytländische Halbinsel von West nach Ost. Dabei verbindet er Nord- und Ostsee und bildet die natürliche Grenze zu Nordjytland, dem nördlichsten Landesteil Dänemarks.

    An seinem westlichen Ende grenzen ihn zwei mit Buhnen gesicherte Landarme gegen die Nordsee ab. Ein kleine Öffnung beim Hafenort Thyborøn bildet die Verbindung zwischen Fjord und Meer.

    Dieser kleine Fotobericht zeigt Impressionen von einer längeren Strandwanderung, die entlang der südlichen Landzunge Harboøre Tange von Vrist nach Thyborøn und wieder zurück führte - einschließlich eines kleinen Zwischenstopps bei Buhne 42. Hier wurde vor einigen Jahren giftiger Müll eines nahen Chemiewerks im Sand verbuddelt.

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    24.05.10
  • Auf Frühlingstour: Lübeck - Holsteinische Schweiz - Kiel - Eckernförde und zurück

    [April 2010] Diese Frühlingstour war eine Premiere in zweierlei Hinsicht: Zum einen war es die erste Radtour des Jahres ohne winterliche Behinderungen, zum anderen fand sie auf meinem nagelneuen High-End Reiserad aus dem Hause Räderwerk-Liebmann statt.

    Von Lübeck aus kurbelte ich stramm gegen Wind ins Herz der Holsteinischen Schweiz nach Bad Malente. Weiter ging′s durch die lärmige Landeshauptstadt Kiel in das Ostseebad Eckernförde, dann wieder in südlicher Richtung an den Großen Plöner See nach Ascheberg. Strömender Regen und beinahe winterliche Kälte begleiteten mich zurück nach Lübeck, wo diese kleine, aber sehr intensive und freudvolle Radreise ihr Ende fand.

    Radreiseberichte | Deutschland
    Online seit
    29.04.10
  • Portrait: Die Manufaktur Räderwerk-Liebmann

    [März 2010] Auf dieser Seite bildet die Radreise einen wichtigen Schwerpunkt. Selbstredend gehören auch technische Fragen zu diesem Thema - und hier ganz besonders die Auswahl des richtigen Reiserades. Schließlich ist es das wichtigste Utensil einer Radreise. Zuverlässigkeit und Belastbarkeit stehen hier ebenso im Mittelpunkt, wie Sicherheit und Fahrkomfort. Mit diesen Eigenschaften steht und fällt letztlich der Reiseerfolg.

    Seit vielen Jahren fahren meine Frau und ich Reiseräder der Lübecker Manufaktur Räderwerk-Liebmann. Auf all unseren Radreisen und -touren haben uns diese hochwertigen Fahrräder noch nie im Stich gelassen; sie sind bis heute - und garantiert noch viele weitere Jahre - zuverlässige Maschinen mit hoher Belastbarkeit und einem phänomenalen Fahrkomfort.

    Grund genug, die Firma Räderwerk-Liebmann einmal vorzustellen!

    Radreise
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    09.03.10

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