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Reisen als Welt- und Selbsterleben

Blechblind in den Stau

Lübeck erstickt im Stau. Selbst die lokale Presse hat das schon bemerkt. Der Verkehrskollaps ist allgegenwärtig, der Wahn von der unbegrenzten Automobilität wird zum alltäglichen Wahnsinn.

Doch keiner scheint das zu bemerken. In den stinkenden und lärmenden Blechkaravanen sitzen Tausende, die für sich keine Alternative zur Blechkiste erkennen können. Und das, obwohl es nicht vorwärts geht und ganz sicher auch nur schlechte Laune produziert. Blechblindheit nennt man diese Krankheit.

Dabei ist es doch so einfach: Karre stehenlassen und das Fahrrad benutzen. Zur Not auch den ÖPNV, doch der ist in Lübeck leider unverhältnismäßig teuer und unkomfortabel. Je mehr Menschen auf das Rad umsteigen, desto leerer wird es auf den Fahrbahnen.

Eine einfache Logik, die es allerdings kaum bis hinter die Lenkräder zu schaffen scheint. Denn da herrscht noch überwiegend ein Klima der Verachtung für alle, die mit Muskelkraft auf zwei Rädern unterwegs sind. Aber: Jeder Radler mehr ist ein Autler weniger. Das schafft Platz und vermeidet Lärm und Abgas.

Die Problematik der übervollen Straßen wird durch Autoindustrie und Geltungssucht der Autokäufer noch verschärft. Die Blechkisten werden immer größer und verbrauchen so auch immer mehr öffentlichen Raum.

Und wie es scheint, leiden Großteile der autofahrenden Bevölkerung an immensen Identitätsproblemen. Doch ein kleines Genital oder ein angeknackstes Ego lassen sich nunmal nicht mit tonnenschweren Straßenpanzern aufpolieren.

Nicht nur Lübeck braucht also dringend eine deutliche Reduzierung des MIV (Motorisierten Individualverkehrs). Nur so können Umwelt und Nerven geschont, nur so kann Lübeck wieder an Lebensqualität gewinnen. Zu erreichen ist das durch eine Förderung des Radverkehrs bei weitgehender Abkehr von der völlig antiquierten autozentrierten Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte.

Außerdem sollten Autobesitzer für den öffentlichen Flächenverbrauch ihrer Fahrzeuge zur Kasse gebeten werden. Unintelligente und gemeinschaftsschädigende Karren wie etwa SUV dürfen dabei gerne besonders hoch belastet werden. Wer seine Bierkästen dagegen mit dem Lastenrad transportiert, hat einen Bonus verdient!


Frank Spatzier, im verregneten Juli 2016

Und hier noch ein kleines religionskritisches Lied: Islam Junkie

  • Radreise Ostpolen - Weissrussland (1.305 km, 31 Tage)

    [Juli / August 2015] Eine ausgedehnte Radreise in den Osten Polens und das bis dahin unbekannte Weissrussland. Mit der Bahn ging es über Berlin nach Warschau, wo die eigentliche Radreise begann. Im Białowieża-Nationalpark machten wir drei Tage Station, bevor es auf die weissrussische Seite des Parks nach Kamianiuki (Kaмянюki) ging.

    Anschliessend radelten wir weiter über Baranovichi (Бapaнaвiчi) bis nach Minsk (Miнск). Seit dem steht die belarussische Hauptstadt ganz oben auf der Liste unserer Lieblingsstädte. Aus Zeitgründen nahmen wir einen Zug nach Brest (Бpзст) und radelten von dort zurück nach Warschau.

    Seitdem steht fest: Weissrussland eignet sich hervorragend für eine Radreise. Wir werden ganz sicher wiederkommen!

    Radereisen
    Östliches Europa
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    25.12.15
  • Herbsttour Lübeck - Schwerin - Rerik (308 km, 3 Tage)

    [Oktober 2015] Eine kleine Herbsttour mit Rad und Zelt durch das nordwestliche Mecklenburg in den letzten Oktobertagen 2015. Und das waren goldene, denn das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite. Die bunten Blätter an den Bäumen verbreiteten nicht nur einen Hauch von Indian Summer, verfingen sich aber zum Ausgleich oft genug zwischen Reifen und Schutzblech.

    Die Route führte in drei Etappen von Lübeck nach Raben-Steinfeld bei Schwerin , dann weiter zum beschaulichen Ostseebad Rerik und schließlich über Wismar wieder zurück nach Lübeck. 300 Kilometer an drei Tagen durch norddeutsche Landschaften, denen die Jahreszeit einen mehr als schmückenden Anstrich verliehen hatte.



    Radereisen
    Deutschland
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    04.11.15
  • Tagestour Lübeck - Hamburg - Lübeck (162 km, Fotobericht)

    [Mai 2015] Mal wieder eine kilometerfressende Gewalttour von Lübeck nach Hamburg und zurück - übrigens schon die zweite in diesem Jahr. Dieses Mal ging es allerdings auf die andere Seite der Elbe, und zwar durch den Alten Elbtunnel. Und alleine schon das ist ein Erlebnis für sich.

    Auch die Aussichten vom Hafengebiet auf die Innenstadt waren diesen Umweg wert.



    Tagestour
    Online seit
    17.05.15
  • Mit dem Kanadier über die Wakenitz (kleiner Fotobericht)

    [Mai 2015] "Amazonas des Nordens" ist - wenn überhaupt - nur ein sehr liebevoller Vergleich zum südamerikanischen Original: Mit nur 15 Kilometern Länge und eher kühlen nordischen Klimabedingungen kann die Wakenitz dem Amazonas wohl kaum das Wasser reichen.

    Trotzdem darf sich der kleine Fluss zu den schönsten Schleswig-Holsteins zählen. Still mäandert er durch urwüchsige Waldlandschaften und Naturschutzgebiete, die einzig durch die lärmige Brücke der A20 zwischen Groß Grönau und Rothenhusen gestört werden. Aber im Land des Autowahns wird man wohl nicht eher mit dem Asphaltieren aufhören, bevor das letze Naturidyll mit einer Autobahn zerstört wird.

    Wie dem auch sei, die Wakenitz lässt sich am besten auf einem Paddelboot erkunden. Anfang Mai sind wir das erste Mal in diesem Jahr von Lübeck-Strecknitz nach Rothenhusen und zurück gepaddelt.

    Lübecker Ansichten
    Online seit
    04.05.15
  • Radreise um das Stettiner Haff in drei Tagen (287 km, Fotobericht)

    [August 2014] Was im Vor-Urlaub vier Tage dauerte, haben wir im Nach-Urlaub innerhalb von drei Tagen geschafft - die Umrundung des Stettiner Haffs. Klar, dass diese Tour schon dieses Frühjahr auf dem Plan steht. Dann soll es allerdings nur zwei Tage dauern. Und im Sommer dann an nur einen einzigen Tag.

    Wie dem auch sei, die im Fotobericht gezeigte Tour begann in Szczecin, führte über Międzyzdroje (Misdroy) und Świnoujście (Swinemünde) nach Usedom, ging weiter durch Ueckermünde und Hintersee zu den chemischen Werken im polnischen Police (Pölitz). Von dort aus war es dann nur noch ein Katzensprung zurück nach Szczecin.

    Radreisen
    Östliches Europa
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    18.02.15
  • Radreise durch das Memelland, Ostpreussen und Masuren (1002 km)

    [August 2014] Was lange währt, wird endlich gut, könnte die Devise für diesen Reisebericht lauten. Immerhin fast ein halbes Jahr liegt zwischen Reise und Veröffentlichung des Berichts. Dieser hat es zum Ausgleich faustdick in sich und beschreibt mit über 200 Fotos eine Radreise durch eine historisch hochinteressante Region Europas.

    Thematisch bilden Memelland (Litauen) und Masuren (Polen) zwei Schwerpunkte, die sich unter dem Mantel des ehemaligen Ostpreußen friedlich miteinander vereinen. Die Reise begann in der litauischen Hafenstadt Klaipėda von der aus es über Šilutė (Heydekrug) nach Lumpėnai (Lompoenen) mitten ins Memelland ging.

    Anschließend radelten wir weiter in den Nordosten Polens nach Suwałki (Schaulen) und Wigry, bevor wir Masuren der Breite nach durchquerten. Den Abschluss bildete das Ermland sowie der Osten Pommerns mit der quirligen Großstadt Danzig.

    Radreisen
    Östliches Europa
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    17.02.15
  • Radreise um das Stettiner Haff in vier Tagen (271 km)

    [Juli 2014] Claudia und ich haben etwas Neues eingeführt: Den Vorurlaub, also den Urlaub vor dem Urlaub. Oder den Urlaub zur Einstimmung auf den Urlaub. Und da für uns Urlaub ein Synonym für Reise ist, ist der Vorurlaub nichts anderes, als eine Vor-Reise, eine Reise zur Einstimmung auf eine Reise.

    Diese erste und recht gemächliche Runde um das Stettiner Haff herum sollte uns auf die anschließende Radreise durch das ehemalige Ostpreußen (Bericht ist in Arbeit) vorbereiten. Doch es wurde mehr als eine Einstimmung, denn das Stettiner Haff ist eine wunderbare Radreise-Region.

    Mit den idyllischen Landschaften der Ückermünder Heide, dem verwunschenen Anklamer Stadtbruch oder dem südlichen Teil der Insel Usedom konnte die deutsche Seite der Rundreise mehr als überzeugen.

    Aber auch Polen begeisterte mit dem quirligen Seebad Świnoujście (Swinemünde), dem beschaulichen Städtchen Stepenica (Stepenitz) und natürlich der sympathischen Großstadt Szczecin (Stettin).

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    Östliches Europa
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    25.12.14
  • Herrentour Lübeck - Schwerin - Wismar - Lübeck (Fotobericht)

    [Juni 2014] Eine Herrentour ist schon etwas Besonderes. Im Vordergrund steht nicht unbedingt die sportliche Leistung. Diese zwar auch, aber hinzu kommt eine gehörige Portion Hedonismus. Will heißen, Landschaften und Städte dürfen gerne zusammen mit einem oder mehreren guten Bieren genossen werden.

    Die Route als solche führte zu altbewährten Zielen im mecklenburgischen Umland Lübecks, allen voran die Landeshauptstadt Schwerin sowie die Hanse- und Hafenstadt Wismar. Also zu vielen schönen Plätzen, die zum Genuss eines leckeren Bieres einladen.

    Radreisen
    Deutschland
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    22.08.14
  • Neue Tagestouren: Die Mecklenburger Grenzroute und die Schönberger Runde

    [April / Juli 2014] Zwei nicht ganz so lange Tagestouren durch das mecklenburgische Umland Lübecks. Die Schönberger Runde ist eine entspannte Tour durch leicht hügeliges Agrarland in die Kleinstadt Schönberg im nordwestlichsten Zipfel Mecklenburgs - und bei Bedarf auch mit ein wenig Nervenkitzel in den schier unendlichen Weiten der Palinger Heide. Dort kann man sich nämlich so wunderbar unterhaltsam Verirren.

    Auf der Mecklenburger Grenzroute überquert man mehrere Male die ehemalige Zonengrenze, die heute ganz unspektakulär Mecklenburg-Vorpommern von Schleswig-Holstein trennt. Zum Ausgleich begeistern mecklenburgische Dörfer, idyllische Landschaften und mit dem Großen Ratzeburger See, dem Mechower See, dem Roggeliner See und der Wakenitz auch jede Menge Wasser.

    Tagestouren
    Online seit
    22.08.14
  • Kurze Radreise von Lübeck nach Stettin

    [April 2014 / Fotobericht] Eine kurze Auftakt-Radreise zum Beginn der diesjährigen Saison. Leider musste wegen starken Sturmes gleich am ersten Tag der Zug benutzt werden, da ein Radeln zu gefährlich gewesen wäre. So wurden aus ca. 330 anpeilten Kilometern letztlich nur knapp über 260.

    Die Route führte von Lübeck über Schönberg in das hübsche Städtchen Bützow. Weiter ging es über Güstrow und Teterow in die Mecklenburgische Schweiz mit ihren teils recht ansehnlichen Bergen. Die letzte Etappe führte von Friedland in der Uckermark über Pasewalk an den kleinen Grenzübergang bei Blankensee.

    Die letzten Kilometer durch Polen führten in eine andere Welt - eine Welt, in der auch kleine Ortschaften einen Einkaufsladen besitzen. Szczecin mit seinen über 400.000 Einwohnern bildet dann einen urbanen Kontrast zu den ländlichen Gefilden der Uckermark.

    Radreisen
    Deutschland
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    14.04.14
  • Berliner Streifzüge 3

    Frankfurter Allee

    [Februar 2014] Berlin ist immer eine sehenswerte Stadt - auch im Winter. Und das besonders dann, wenn sich der Winter nicht besonders viel Mühe mit der Kälte gibt. Ziele dieses Besuches waren der Prenzlauer Berg sowie das lauschige Weißensee.

    Für die Besichtigung des Käthe-Kollwitz-Museums mussten wir tatsächlich und gegen unseren Willen das östliche Charlottenburg mit Ku′damm und Bahnhof Zoo aufsuchen. Eine Gegend, um die wir in Berlin immer einen weiten Bogen machen. Weiterhin unternahmen wir einen Ausflug an den Rand der Stadt, und zwar in die Köpenicker Altstadt.

    Berliner Streifzüge
    Spa(t)ziergänge durch die Hauptstadt
    Online seit
    21.03.14
  • Impressionen von der Radreisemesse des ADFC Hamburg 2014

    Kaliningrad

    [Februar 2014] Ein paar lauschige Fotos von der Hamburger Radreisemesse. Zu sehen ist diesmal fast nur die "Gasse der Reiseradler", was einfach daran lag, dass ich dort kaum wegkam. Interessant und sehenswert sind die Fotos trotzdem!

    Radreisen
    Östliches Europa
    Online seit
    19.08.13
  • Radreise durch Ostpreussen und das Memelland

    Kaliningrad

    [Mai / Juni 2013] Verweilen statt Kilometerfressen - so hätte das Motto dieser Radreise lauten können. Anstelle weite Strecken zu absolvieren, nahmen wir uns eine historisch sehr bedeutsame Region vor: das ehemalige Ostpreussen. .

    Nachdem uns zwei Züge via Szczecin nach Danzig gebracht hatten, führten die ersten Etappen nach Malbork (Marienburg) und Frombork (Frauenburg). Anschließend stand das Kaliningrader Gebiet auf dem Programm, wo wir Kaliningrad (Königsberg), Svetlogorsk (Rauschen) und die Kurische Nehrung besuchten. .

    In Litauen ließen wir es uns in Nida (Nidden) gutgehen und unternahmen Radausflüge nach Klaipėda (Memel). Per Boot ging es über das Kurische Haff ins Memelland, und zwar nach Šilutė (Heydekrug) und auf die Memelinsel. .

    Zum Abschluss verbrachten wir noch einige schöne Tage im Seebad Palanga, bevor es im lettischen Liepāja auf die Fähre nach Lübeck ging.

    Radreisen
    Östliches Europa
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    19.08.13
  • Zwei hochsommerliche Touren durch Mecklenburg

    Schaalsee, Lassahn

    [Juli 2013] Keine Frage, der Sommer 2013 entschädigt für den traumatischen Winter dieses Jahres. Und natürlich ist schönes Wetter immer eine Aufforderung zum ausgedehnten Radfahren. In der Rubrik Tagestouren finden sich zwei weitere Runden durch das sehenwerte Mecklenburg.

    Zunächst wurden die drei großen Städte der Region - Lübeck, Wismar und Schwerin - in einer großen Runde angefahren. 165 Kilometer kamen dabei zusammen.

    Dass auch der Weg das Ziel sein kann, zeigte die folgende Tour. Sie führte ziellos durch Mecklenburg und offenbarte jede Menge Ärgernisse in Sachen Wegebeschaffenheit von Radfernwegen.

    Tagestouren
    Online seit
    09.08.13
Abenteuer umweltfreundliche Mobilität:
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    Blog "B207 - Mit Rad und Zug zwischen Lübeck und Mölln B207

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    Fostex FE 206 En im Gehäuse BK 208 - Bau eines Backloaded- Exponentialhorns
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