Städtereise nach New York im April 2007Abschnitt 2: Circle Line, Harlem, Empire State Building |
![]() Blick vom Wasser auf Lower Manhattan |
Rund um Manhattan mit der Circle Line![]() Das Flatiron-Gebäude Wir schlendern weiter zur Anlegestelle der Circle Line am Hudson River (W 42nd St.). Man kann wählen zwischen einer halben und einer vollständigen Umrundung Manhattans. Wir entscheiden uns für letzteres, müssen aber noch 4,50 $ Aufpreis zahlen, weil im Citypass nur die kleine Runde inbegriffen ist. Leider kommen wir spät auf das Boot, so dass die besten Plätze schon belegt sind. So stehen wir draußen an der Reling und beginnen zu frieren, weil uns ständig die recht kühle Luft um die Ohren weht. Allerdings ist die Aussicht vom Wasser auf Manhattan grandios. Erst von hier wirkt die Skyline, die neben der von Hong Kong zu den berühmtesten der Welt zählt. Nebenbei erfahren wir interessante Fakten über die Stadt. So gibt es Appartements, die 88.000 $ monatliche Miete kosten. Für Parkplätze zahlt man in der an chronischem Raummangel leidenden Stadt bis zu 150 $ am Tag. Kindergartenplätze schlagen mit bis zu 23.000 $ im Jahr zu Buche, was sich natürlich nur Gutbetuchte leisten können. Nach zweieinhalb Stunden ist die eisige Fahrt rund um Manhattan endlich vorbei. Wir haben zwar sehr viel gesehen, uns dabei aber einige Frostbeulen geholt. Zum Aufwärmen setzen wir uns in den nächsten Starbucks und trinken leckeren Haselnut Coffee und machen uns anschließend auf den Weg nach Harlem. |
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Angenehmes Harlem ![]() Am Martin-Luther-King-Boulevard In den 1920er Jahren galt das Viertel am nördlichen Ende des Central Parks als "heimliche Hauptstadt der afroamerikanischen US-Amerikaner" und war eine Brutstätte der schwarzen Musikszene. Duke Ellington, Louis Armstrong, Count Basie, Billy Holiday und viele andere beeinflussten von hier aus die Jazz- und Bluesmusik und waren vor allem im Apollo Theater zu erleben. Schwarze Musiker bezeichneten in den 1930er Jahren Harlem als "Big Apple" und Jazzhauptstadt der Welt. | |
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Nepp und Siff im Empire State Building ![]() Außen hui und Innen pfui: Schäbiger Warteraum im 80-sten Stock des Empire State Building Allerdings steht der Ruf des Empire State Buildings in diametralem Gegensatz zu der hässlichen Behandlung, die einem als Besucher der Aussichtsplattform geboten wird. Um 17 Uhr erreichen wir den Eingang und sind frohen Mutes, weil die Schlangen nicht mehr ganz so lang sind, wie am Morgen. Noch ahnen wir nicht, was uns drinnen erwartet. Nach dem Betreten der Eingangshalle dauert es ganze zwei Stunden, bis wir endlich auf der Plattform stehen. Es gibt mehrere Warteräume, aber keinen Hinweis darauf, wann wir endlich den Aufzug erreichen. So stehen wir uns die Beine in den Bauch und hoffen, hinter jeder nächsten Tür endlich nach oben zu kommen. Doch statt des Aufzugs kommt immer wieder ein weiterer Warteraum. Es gibt auch keine Wartezeitangaben, wie man sie von organisierteren Touristenattraktionen kennt. Leute, die sich wegen der langen Wartezeit auf den Boden setzen, werden vom unfreundlichen Personal angepöbelt, damit sie sich wieder hinstellen. Endlich oben angekommen, erwartet uns statt der Aussichtsplattform ein weiterer voller Warteraum. Von den Wänden bröckelt der Putz, alles wirkt ungepflegt und schäbig. Es werden Fotos von den Besuchern gemacht, die man beim Verlassen des Gebäudes kaufen kann. Wer sich nicht fotografieren lassen will, wird von den übelgelaunten Angestellten regelrecht niedergemacht. Das ist echter, lästiger und ärgerlicher Nepp. Mit einem weiteren Aufzug geht es schließlich sechs Etagen höher zur Aussichtsplattform. Die Aussicht über die Stadt in der Abenddämmerung entschädigt schließlich ein wenig für die Warterei. An guten Tagen kann man an die 140 Kilometer weit nach New Jersey, Pennsylvania, Connecticut und Massachusetts schauen. Uns schmerzen allerdings die Füße, so dass wir die Aussicht nicht vollkommen genießen können. Draußen wird es langsam dunkel und wir machen uns auf den Rückweg, was auch wieder eine Viertelstunde dauert. Insgesamt ist der Ausblick vom Empire State Building weder die lange Warterei, noch die unfreundliche Behandlung durch das Personal wert. Und schon garnicht den regulären Eintrittspreis von 16 US$. | |
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