Tag 16: Stockholm 2 (37,04 Km)Ein weiterer heisser Tag Hochsommer und fast keine Wolke am Himmel. Nach dem ausgedehnten Frühstück machte ich mich wieder auf den Weg in die City und lies mich durch die Straßen treiben. Dabei machte ich einige Beobachtungen:- Schweden sind leidenschaftliche Handy-Telefonierer. An allen Orten und zu fast allen Gelegenheiten haben sie den Knochen am Ohr. Beliebt ist auch, das Telefon in der Tasche zu lassen und über eine Freisprechanlage bei Gehen zu Labern. So laufen viele Leute mit dem Knopf im Ohr durch die Gegend und scheinen Selbstgespräche zu führen. - Die Wachsoldaten am Königsschloss haben in der Hitze einen besonders schweren Job. Von einer Sitzbank aus beobachtete ich einen Uniformierten, der vor seinem Wachhäuschen stand und regelmäßig von Touristen angesprochen wurde, ob sie sich zusammen mit ihm fotografieren lassen dürften. Die Sonne brannte dem armen Kerl auf den Kopf und irgendwann kamen zwei bewaffnete Kollegen (milit.: Kameraden) in Kampfuniformen vorbei. Einer von ihnen stellte sich nach einer lächerlichen militärischen Grußzeremonie in das Häuschen, während der andere ihm dahinter Wasser zu trinken gab. Anschließend, nach einem erneuten zackigen Ablösungsritus, nahm er wieder seinen Platz ein und die anderen marschierten mit dem Wasser zum nächsten Wachposten. - Gamla Stan wirkte in der Hitze dieses Sommertages fast, als ob es in Italien läge. Man hätte ohne weiteres meinen können, man sei in Lucca. Die pastellfarbenen Gebäude, ihre Bauweise und die Enge der Gassen sorgten gemeinsam mit der Lufttemperatur für ein eigentümlich reales südländisches Flair.
Wetter: hochsommerlich und heiss |
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