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Mit all den aufgelisteten Ausrüstungsgegenständen waren meine Ehefrau Claudia und ich schon oft unterwegs und konnten ihre Funktionalität und Eigenschaften so eingehend unter die Lupe nehmen.
Zelte:Rejka Anato 3 Plus (Komfort-Zelt): Das Anato 3 Plus ist ein knapp fünf Meter langes Tunnelzelt, das reichlich Platz für alle möglichen Zwecke bietet. Wie bei Tunnelzelten üblich, ist das Innenzelt ins Außenzelt eingehängt. Der Aufbau gestaltet sich so recht einfach, da das Zelt zunächst mit den Stangen versehen und dann auseinandergezogen und aufgerichtet wird. Das Innenzelt bleibt so immer geschützt und kann auch im Regen nicht nass werden. Platz bietet das Anato 3 Plus reichlich. Im Innenzelt können drei Personen bequem liegen, für zwei Personen ist es der schiere Bewegungskomfort. Im Zeltvorraum können zwei Personen auf Hockern sitzen und zur Not auch kochen. Letzteres haben wir auf unseren Skandinavien-Touren zu schätzen gelernt, wo uns diese riesige Apside Zuflucht vor Regen und Stechmücken bot. Der einzige Nachteil ist das große Gewicht; das Anato 3 Plus eignet sich nur für motorisierte Reisen.
Rejka Zatara (leichtes Trekkingzelt): Das Zatara kam bisher sehr häufig zum Einsatz und hat sich dabei immer sehr gut bewährt. Bei ihm handelt es sich um Kuppelzelt, bei dem zuerst das Innenzelt aufgestellt werden muss, an dem dann das Außenzelt befestigt wird. Dies ist - wie bei allen Zelten dieses Typs - zuweilen unpraktisch, da man bei Regen das Zelt nicht auf- oder abbauen kann, ohne das Innenzelt nass werden zu lassen. Wenn das aber mal passieren sollte, ist es auch kein Beinbruch, da das dünne Nylongewebe schnell trocknet. Für zwei Personen wird es schon gemütlich eng im Zelt; die zwei Apsiden nehmen Gepäck großzügig auf, lassen aber nur schwer in sich kochen. Vom Innenraum hat man Zugang zur hinteren Abside, die man für alles mögliche nutzen kann und die sich als ungemein praktisch erwiesen hat. Es wiegt recht wenig und lässt sich prima für Fahrrad- oder Rucksackreisen verwenden. Bisher hat es tropische Güsse und skandinavischen Platzregen zuverlässig abgewehrt und zeigt selbst nach intensiverer Nutzung so gut wie keine Verschleißspuren. Sehr empfehlenswert!
Isomatten:
Term-A-Rest, selbstaufblasende Matte: Auch wenn man diese Art von Isomatte bereits in Discountern zu Minimimalpreisen sieht, haben wir bei diesem sehr wichtigen Ausrüstungsgegenstand auf Qualität gesetzt und die Originale von Term-A-Rest gekauft. Je nach Bedarf lassen sie sich auf recht kleine Packmaße falten und rollen und passen so in jeden Rucksack. Einmal aufgeblasen (das mit dem "selbstaufblasend" stimmt so nicht ganz, ein bisschen muss man schon nachhelfen), liegt man saubequem selbst auf steinigem oder wurzeligem Untergrund. Und das wichtigste: sie isolieren wirklich gut und halten die kriechende Kälte aus dem kalten Erdreich fern.
Weil man die Seite der Schlafsackisolation, auf der man liegt, durch sein Körpergewicht zusammenpresst und außer Gefecht setzt, muss die Isomatte die verloren gegangene Funktion ersetzen. Hier sollte also nicht gespart werden, zumal es Fälle von solchen Matten gibt, deren Verklebung sich bei höheren Temperaturen auflösen soll. Bei den Therm-A-Rest Matten hatten wir solche Probleme noch nie. Selbst dann nicht, wenn die Matten im schwarzen Fahrrad-Packsack durch gleißende Hochsommersonne kutschiert wurden oder für längere Zeit im tropischheißen Zelt lagen.
Schlafsäcke:
SAM Arctic Comfort, Kunstfaserfüllung (DuPont Thermolite Plus): SAM ist eine Hausmarke von Sport-Karstadt, und dieser recht günstige Schlafsack (um die 60 EUR im Sonderangebot, regulär etwas teurer) natürlich ein Kompromiss. Er ist allerdings gut verarbeitet und bietet eine zuziehbare Halskrause sowie eine Abdeckleiste für den Reißverschluss. Nach eigenen Erfahrungen im "Wintercamping-Test" kann man es mit ihm ganz gut bis etwa -2 Grad direkter Außentemperatur aushalten, darunter wird's dann langsam frostig. Dann kann man sich natürlich mit Thermo-Unterwäsche und einem Fleeze-Innenschlafsack behelfen, um auch arktischen Temperaturen zu trotzen. Mit knapp 2 Kg Gewicht und einem Packmaß, das gerne noch etwas kleiner sein könnte, zeigt er zwar ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, muss demnächst aber vielleicht doch durch was anderes ersetzt werden.
Rucksäcke:
Lowe-Alpine Cerro Torre 75 + 20 (max. 95l) Dieser Rucksack fasst so gut wie alles, was man auf längeren Touren braucht. Seine gute Verarbeitung verspricht Haltbarkeit für weite und erfüllte Teile des langen Trekkerlebens. Hoher Tragekomfort und praktische Features wie etwa ein Einsatz für Wasserflaschen oder eine integrierte Regenhülle machen den Cerro Torre zum idealen Begleiter auf langen Touren.
Claudia benutzt einen älteren Salewa-Rucksack, der trotz harten Einsätzen noch immer in tadelloser Form ist.
Kocher & Töpfe:
Entweder Camping-Gaz Gaskocher oder, bei weniger Platz und Gewicht, Trangia Spirituskocher. Gekocht wird in einem leichten Trangia-Topfset, gegessen aus Alu-Tellern mit Taschengeschirr.
Da man Spiritus aber nur in Europa zu kennen scheint, steht uns hier noch die Anschaffung eines Benzinkochers ins Haus.
Beleuchtung:
Aus Platz- und Gewichtsgründen verwenden wir ausschließlich LED-Lampen, die eine hohe Leuchtkraft bei sehr geringem Energieverbrauch haben. Sehr praktisch sind Stirnlampen, weil man dann die Hände beim Fummeln frei hat. Zur Verwendung kommen die Stirnlampen Petzl Tactikka plus und Petzl e-Lite.
Wasserfilter:
Nicht nur in den Tropen stellt sich oft Frage, wo sauberes frisches Wasser zu finden ist. Um Infektionsrisiken auszuschließen, haben wir auf Reisen in Gebieten ohne Zugang zu aufbereitetem Wasser einen MSR - Wasserfilter dabei. Man hält einen Schlauch mit Schwimmer in den nächsten Tümpel, pumpt das Wasser durch die Keramikkerze in ein Gefäß oder idealerweise einen anschraubbaren Wassersack (etwa Ortlieb) und hat so in Kürze wieder genug zu trinken. Zusätzlich träufeln wir dann noch etwas Desinfektionslösung (Certisil) hinzu, da es theoretisch Viren gibt, die so klein sind, dass sie durch das Keramik schlüpfen können..
Schuhe:Wer weitere Strecken marschiert, weiß um die elementare Bedeutung guter Schuhe. Wir verwenden seit Jahren knöchelhohe Trekkingschuhe von Lowa, die durch die Verwendung von Gore-Tex - Materialien atmungsaktiv und wasserdicht sind. Hier hat uns die hohe Verarbeitungsqualität und der Laufkomfort dieser Schuhe sehr überzeugt.
In heißen Gegenden ist das Tragen "dicker" Trekkingstiefel jedoch manchmal unbequem. Auch bei der Durchquerung von Gewässern oder schlichtem Wasserlaufen sind feste Schuhe eher hinderlich. Für solche Fälle verwenden wir Trekking-Sandalen, wie die Cross Terra von Tewa - bisher mit guten Erfahrungen.
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