
Die Route (Zum Vergrößern bitte anklicken!)
Claudi hat Besuch bekommen. Eine gute Gelegenheit also, die beiden Frauen alleine klönen zu lassen und mich auf eine kleine abendliche Fahrradrunde zu begeben.
Zunächst ging es über Lübeck-Israelsdorf und Alt-Lübeck entlang der Trave nach Herrenwyk und Kücknitz. Diese Variante ist leider die einzige Möglichkeit, Travemünde von den östlichen Lübecker Stadtteilen aus ohne Pendelbusfahrt zu erreichen. Der übliche Weg wird leider vom Herrentunnel blockiert, dem zweiten mautpflichtigen Verkehrstunnel Deutschlands. Bei diesem teuren und ausgesprochen bürgerunfreundlichen Verkehrsprojekt wurden Radfahrer und Fußgänger schlichtweg nicht berücksichtigt und müssen seit dem per Pendelbus durch den Tunnel gekarrt werden. Die private Betreibergesellschaft muss diesen kostenlosen Bus-Shuttle finanzieren und versucht in regelmäßigen Abständen, aus dieser vertraglichen Verpflichtung auszusteigen. Alles in allem also ist der private Herrentunnel ein gigantischer Griff ins Klo und ein weiteres Beispiel, wie die Übertragung öffentlicher Aufgaben an Private den Interessen der Allgemeinheit zuwiderläuft.
In Travemünde genoss ich den Blick auf die Mündung der Trave in die Ostsee, bevor ich mich über Warnsdorf und Ratekau wieder auf den Rückweg machte. In Bad Schwartau schließlich dunkelte es bereits gewaltig, und als ich zuhause ankam, war es beinahe Mitternacht. Der Vorteil abendlicher Radrunden: Auf den Straßen ist wenig los und man hat seine Ruhe!
Highslide-Galerie: Auf Bilder klicken und dann Navigationsleiste in der Großansicht nutzen!